E-Rechnung erstellen

so geht’s Schritt für Schritt

Seit Januar 2025 ist es Pflicht, dass Unternehmen im B2B-Bereich elektronische Rechnungen empfangen können. Die Verpflichtung zur E-Rechnungsstellung – also selbst E-Rechnungen zu versenden – wird bis zum 31. Dezember 2027 schrittweise eingeführt. Das bedeutet: Spätestens jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, sich mit dem Thema E-Rechnung auseinanderzusetzen und die eigenen Prozesse zukunftssicher zu machen.

Was ist eine E-Rechnung überhaupt?

Eine E-Rechnung ist weit mehr als eine Rechnung im PDF-Format. Es handelt sich um eine strukturierte, maschinenlesbare Datei, die automatisch verarbeitet werden kann. In Deutschland sind vor allem zwei Formate relevant:

  • XRechnung – ein reines XML-Format, das alle Pflichtangaben enthält.
  • ZUGFeRD – eine Mischung aus PDF und eingebetteten XML-Daten, also lesbar für Mensch und Maschine.


So können Ihre Rechnungen nicht nur rechtssicher archiviert, sondern auch direkt von Buchhaltungs- und ERP-Systemen verarbeitet werden.

Warum Sie sich jetzt damit beschäftigen sollten

Die Umstellung mag zunächst nach zusätzlichem Aufwand klingen, doch sie bringt enorme Vorteile: weniger Papier, weniger Fehler, schnellere Prozesse. Wer früh beginnt, hat später weniger Stress – besonders, wenn die E-Rechnungspflicht für den Versand 2027 endgültig greift.

Was brauche ich, um eine E-Rechnung zu erstellen?

Um eine E-Rechnung korrekt zu erstellen, benötigen Sie drei Dinge:

Wenn diese drei Punkte erfüllt sind, sind Sie technisch auf der sicheren Seite.

Ist es möglich, E-Rechnungen ohne Programm zu erstellen?

Die kurze Antwort: Ja – aber nur eingeschränkt.
Es gibt Online-Portale, über die du E-Rechnungen manuell erstellen kannst (z. B. das kostenlose ZRE-Portal der Bundesregierung). Allerdings ist das nur für wenige Rechnungen praktikabel. Sobald du regelmäßig Rechnungen schreibst, wird es schnell zu aufwendig.

Es gibt auch einige Anbieter – zum Beispiel XRechnung.io, Cosinex E-Rechnung oder Governikus –, die kostenlose Webformulare bereitstellen. Damit lassen sich XRechnungen einfach manuell erfassen und direkt als XML-Datei erzeugen.

Mein Tipp: Für Selbstständige mit sehr wenigen Rechnungen mag das Portal oder die Online-Formulare eine Lösung sein. Für alle anderen lohnt sich definitiv eine Software, die den Prozess automatisiert und Fehler vermeidet.

Worauf Sie bei der Auswahl Ihrer E-Rechnungssoftware achten sollten

Nicht jede Software ist gleich. Achten Sie darauf, dass Ihre Lösung:

  • XRechnung und ZUGFeRD unterstützt
  • sich in Ihr ERP oder Ihre Buchhaltung integrieren lässt
  • eine revisionssichere Archivierung ermöglicht
  • eine einfache, intuitive Bedienung bietet
  • Schnittstellen zu Steuerberatern und Finanzämtern bereitstellt

Eine gute Software spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven – besonders, wenn das Rechnungsvolumen steigt.

Vergleich von 5 E-Rechnungs-Softwarelösungen

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, habe ich fünf Anbieter gegenübergestellt:

Anbieter/ Software Preis/Monat zzgl. MwSt. Testphase E-Rechnunsfunktionen*
sevDesk
ab 8,90 €
14 Tage
Erstellen, versenden, empfangen, verarbeiten, prüfen, visualisieren, archivieren/speichern,
DATEV-Anbindung
Lexware Office (ehemals lexoffice)
ab 6,45 €
30 Tage
Erstellen, versenden/übermitteln, empfangen
Accountable
kostenlos erhältlich
kostenpflichtig ab 15,50 €
14 Tage
Erstellen, versenden, empfangen
WISO Mein Büro
kostenlos erhältlich kostenpflichtig ab 9,00 €
Keine
Erstellen
FastBill
ab 9,00 €
14 Tage
Erstellen, versenden, empfangen

*Bitte beachten Sie, dass wir unter „E-Rechnungsfunktionen” nur die Features aufgeführt haben, die vom jeweiligen Anbieter explizit nach außen kommuniziert werden. FELLOWPRO übernimmt keine Verantwortung für die vollständige Korrektheit dieser Angaben.

Schritt-für-Schritt: So erstellen Sie Ihre erste E-Rechnung

Mit diesen Schritten haben Sie nicht nur eine gesetzeskonforme E-Rechnung erstellt, sondern auch Ihre Prozesse auf die Zukunft ausgerichtet.

Fazit: Jetzt starten lohnt sich

Je früher Sie mit der Umstellung beginnen, desto entspannter wird es, wenn die Pflicht zur E-Rechnungsstellung 2027 endgültig greift. Mit der passenden Software und einem klaren Prozess sparen Sie Zeit, vermeiden Fehler und machen Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft.

Bildnachweis: Header- & Beitragsbild von Freepik

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